Kreativität ist lernbar

Für den Begriff der Kreativität gibt es keine allgemeingültige Definition, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass diese Eigenschaft trotz ihrer immensen Popularität nicht in ein vorgefertigtes Raster hineingepresst werden kann. Kreativität ist nicht fassbar und nicht bei jedem Menschen immer gleichermassen stark vorhanden. Dennoch geht die Kreativitätsforschung in den letzen Jahren davon aus, dass Kreativität jedem Menschen in die Wiege gelegt wurde, man jedoch im Laufe seines Lebens immer wieder ausgebremst und gezügelt wird, so dass die völlige Entfaltung neuartiger Ideen und Denkweisen häufig blockiert wird. Sei dies nun durch die Eltern in frühster Kindheit, die einem in festgelegte Denkmuster drängten oder durch den Chef, der es nicht duldet, dass man seine Zeit mit kreativem Denken anstatt produktivem Handeln „verschwenden“.

 

Kreativität erfordert den Willen, sich von festgelegten Pfaden zu lösen, um neue Betrachtungsweisen zu erlangen und das rationale, analytische Denken auszublenden. Kreativität hat nicht nur etwas mit künstlerischem Geschick zu tun, mit der Fähigkeit, Worte in Reime aneinanderzuhängen oder abstrakte Kunstwerke aus Blech und Lehm herzustellen, wie Viele immer wieder annehmen. Jeder wissenschaftlichen Entdeckung, technischen Errungenschaft und sozialen Problemlösung geht das kreative Denken voraus, angefangen von der Bestandsaufnahme und Problemanalyse, über die Ideensammlung, bis hin zur Überprüfung und schlussendlich Realisierung des Lösungsansatzes.

 

Da Kreativität, wie die meisten anderen Eigenschaften eines Menschen auch, keine unumstösslichen Gegebenheiten sind, ist es möglich, diesen schöpferischen Prozess zu beeinflussen und zu verändern. Da jeder Mensch die Chance hat sich kreativ zu entfalten, wenn die äusseren und inneren Umstände dies zulassen, wurden im Laufe der Zeit viele Kreativitätstechniken entwickelt, die helfen sollen, kreatives Denken und Handeln zu fördern und auszubauen.

 

Dazu ist es jedoch notwendig, dass man sich ausreichend Zeit lässt und jeglichen Druck, der auf einem lastet für einen

Moment vergisst. Es gibt viele Faktoren, die die Kreativität bremsen, auf die man vor allem im Berufsleben immer wieder trifft. Pessimismus, Angst, Vorurteile und Konformismus sind nur einige dieser Einflüsse, die erfindungsförderndes Denken blockieren. Daher ist es notwendig, sich mit diesen Störfaktoren auseinanderzusetzen und Sie nach Möglichkeiten zu beseitigen, um zu innovativen Ergebnissen und Lösungsansätzen zu gelangen. Erst im Anschluss wird es Ihnen gelingen, mit Hilfe von Kreativitätstechniken diesen Denkprozess zu verbessern.

 

Solche Kreativitätstechniken gibt es viele, die Sie in den meisten Fällen alleine oder aber in einem motivierten Team durchführen können. Sie werden schon bald erleben, wie viele Ideen Ihnen in den Sinn kommen, wenn Sie nicht mehr in festgelegten Bahnen denken, sondern Ihren Gedanken spontan freien Lauf lassen können. Diese Methoden führen jedoch nur dann zu einem Erfolg, wenn Sie nicht zu lange über eine einzelne Idee nachdenken und sie zu bewerten versuchen. Vergessen Sie für eine Weile die Unterteilung in gut und schlecht oder praktikabel und unbrauchbar, werten Sie nicht gleich zu Beginn, sondern bauen Sie diese Ideen weiter aus. Kreativität hat nichts mit strukturiert rationalen Entscheidungen und Denkweisen zu tun, ihr liegt vielmehr die Spontanität und das Benennen von Phantasien und Einfällen zugrunde.

 

Vor allem das Brainstorming und das Mind Mapping sind beliebte Kreativitätstechniken, da Sie schnell und einfach zu erlernen sind und nahezu keinerlei Vorbereitung bedürfen. Diese  zwei Kreativitätstechniken zählen zu den intuitiven Methoden, die in der Regel in kürzester Zeit eine unglaubliche Anzahl an Ideen liefern, welche besonders in Gruppen grosse Erfolge erzielen können. Dazu zählen zum Beispiel die 6-3-5 Methode oder die Kopfstandtechnik, die Bionik oder die Provokationstechnik. Bei den diskursiven Kreativitätsmethoden hingegen, werden Sie nur selten an dieses Ausmass an Ideenansätze gelangen, wie bei der intuitiven Methode, was jedoch vor allem daran liegt, dass die Lösungssuche systematisch erfolgt und aus vielen einzelnen Schritten besteht, welche das Problem bis ins kleinste Detail untersucht. Dazu gehören beispielsweise der Morphologische Kasten oder die Relevanzbaumanalyse. Darüber hinaus gibt es auch eine kleine Anzahl von Kreativitätstechniken, die beide Vorgehensweisen vereinen. Darunter befindet sich auch die wohl bekannteste der Kombi-Methoden, die Walt-Disney-Methode.

 



News / Empfehlungen

Unter Ausbildung-Weiterbildung.ch finden Sie zahlreiche Bildungs-Ratgeber sowie rund 1000 Bildungsangebote.

Auf Marketing-Ideen.ch finden Sie zahlreiche Checklisten, Ratgeber und Ideen aus den Bereichen Marketing und Werbung.

Neue Anforderungen erfordern neue Strategien. Sichern Sie sich jetzt den Zuschlag für eine umfassende Suchmaschinenoptimierung der INM Inter Network Marketing AG.

Swot-Analyse: Mit einer Swot Analyse sind Klein- und Mittelbetriebe auch in schwierigen Zeiten für Herausforderungen gewappnet.